International women weightlifting Grand Prix 2015

Am vergangenen Samstag stand zum ersten mal seit 2013 wieder ein internationales Turnier für den SV Magstadt an. Beim “International women weightlifting Grand Prix 2015”  in Brunn am Gebirge in Österreich nehmen immer wieder auch international erfahrene Heberinnen teil. In diesem Jahr beispielsweise die Spanierinnen Ilia Hernandez Martin und Sheila Ramos González aus Spanien oder Olympiateilnehmerin Ruth Kasirye aus Norwegen.

In diesem Feld startete auch Lena Maurer für den SV Magstadt. Sie startete in der B-Gruppe der Gewichtsklasse bis 63kg. In der A-Gruppe, die 2 Stunden später ihren Wettkampf hatte, waren vier Heberinnen in ihrer Gewichtsklasse gemeldet mit deutlich höheren Bestleistungen. Daher sah es so aus als ob an diesem Tag keine Medaille zu holen ist, oder nur mit viel Glück. Darüber hinaus war auch die Leistungsdichte in der B-Gruppe sehr hoch. 5-6 der 13 Heberinnen hatten ihre Bestleistungen in einem Bereich von 150kg plus/minus 5kg.

Im Reißen sahen die Warmmachverusche sehr vielversprechend aus und so steigerte man das Anfangsgewicht von 60kg auf 62kg. Dies führte zu einer etwas verlängerten Warmmachphase, da in diesem kleinen Bereich viele Versuchen statt fanden. Mit einigen Ecken und Kanten brachte Lena das Gewicht dennoch gültig über den Kopf. Zu diesem Zeitpunkt waren neben ihr nur zwei weitere Athletinnen im Rennen.
Im nächsten Versuch ging sie dann an 65kg. Dieses Gewicht musste sie dann aber hinter sich ablegen. Im dritten Versuch brachte sie dieses Gewicht mit viel Kampf zwar über den Kopf, aber der Versuch wurde wegen Nachdrückens ungültig gegeben. So konnten die zwei Konkurrentinnen aus Tschechien (66kg) und Norwegen (64kg) sich etwas Vorsprung erarbeiten.

Im Stoßen starteten alle 3 mit ähnlichen Gewichten, so dass das Kopf an Kopf rennen nicht in den ersten Versuchen entschieden werden sollte. Lena und die bis dahin beste des Reißens brachten beide 80kg in die Wertung. Der Norwegerin gelang dies mit 82kg, damit zog sie in der Gesamtwertung gleich mit der Tschechin. Lena ging im zweiten Versuch an 83kg. Damit stellte sie ihre Bestleistung im Stoßen ein und verkürzte ihren Rückstand auf die beiden auf nur 1kg. In den nächsten Versuch versuchten alle drei an 85kg. Jedoch gelang es keiner der drei Athletinnen dieses Gewicht über den Kopf zu bekommen. Im Stoßen zog, nicht ganz unerwartet, die Irin Claire Mc Glynn, die auch schon an Europameisterschaften teilnahm, an dem Trio aus Deutschland, Tschechien und Norwegen vorbei und sicherte sich den ersten Platz in der B-Gruppe.

Zwei Stunden später stellte sich heraus das in der A-Gruppe zwei der vier gemeldeten Heberinnen aufgrund eines zu hohen Körpergewichts in eine höhere Gewichtsklasse gerutscht sind. Daraus resultierte ein sechster Platz für Lena Maurer im Gesamtergebnis. Im nachhinein ist damit klar geworden, dass wenn Lena entweder einen der Reißversuche oder den letzten Stoßversuch geschafft hätte, sie dritte geworden wäre. Da aber keiner eine magische Glaskugel hat, muss man das als Ansporn für bessere Leistungen in der Zukunft sehen. Denkbar knapp war es dennoch, denn wenn nur einer der Kampfrichter bei ihrem letzten Reißversuch das Nachdrücken übersehen hätte (da es ein anderer auch nicht gesehen hat), wäre dieser Fall sogar fast eingetreten.
Die 145kg im Zweikampf ist für die junge Heberin ein sehr gutes Ergebnis, denn sie blieb nur 3kg unter ihrer Zweikampfbestleistung zurück, die sie erst einen Monat zuvor aufgestellt hatte.

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